Warum ist Rauchen immer noch so attraktiv?
Die desolate Wirtschaftslage ist sicher ein wesentlicher Grund wie auch die
Zuwanderung aus Ländern mit hohem Raucheranteil und falsch verstandene
Emanzipation. Da viele (auch europäische) Länder griffige Massnahmen
zur langfristigen Senkung der Raucherzahlen eingeleitet haben, versuchen dieTabakmultis
recht erfolgreich in Ländern ohne Nichtraucherschutz (also bei uns) verstärkt
ihren Markt auszubauen.
Vor allem die Zahl junger Raucher ist explodiert (+111% Mädchen, 40%
Knaben). Noch mehr als die eigentliche Tabakwerbung, gaukeln vor allem fehlende
Nichtraucherzonen und fehlende Werbebeschränkungen den Jugendlichen vor,
Rauchen sei harmlos.
Sie wachsen damit auf, dass rauchen die Norm ist. Die sonst so teure Schweiz
ist ausgerechnet bei den Zigaretten ein Tiefpreisland, was nicht verwunderlich
ist, zahlen die Raucher doch nur einen Sechstel dessen, was sie kosten und behaupten,
sie würden die AHV finanzieren!
Jeder 12-jährige kann es sich so leisten das "Cowboy-feeling"
reinzuziehen, und diese sind natürlich besonders beeinflussbar, suchen
nach Vorbildern (Cowboys) der grenzenlosen Freiheit... Wer einmal angefangen
hat, raucht sein Leben lang (58 % versuchen aufzuhören weniger als 3 %
schaffen es). Ein gesetzliches Verkaufsverbot an Minderjährige gibt es
nicht, lediglich ein selbstauferlegtes Verkaufsverbot an Jugendliche unter 16
Jahren, dass nicht bindend ist. Es ist somit völlig legal Zigaretten an
Dreijährige zu verkaufen (Im Gegensatz zu Alkohol)!!!
Die Regierung beschränkt sich auf die Aufklärung der Raucher, was
sinnlos ist, da diese aufgeklärt sind und zum grossen Teil ja schon versuchen
von ihrer Sucht loszukommen. Bereits nach 4 Zigaretten kann ein Jugendlicher
süchtig werden somit kann eine Abnahme der Raucher nur mittels Prävention
bei den sehr jungen Rauchern durch die Kombination dreier Dinge erreicht werden:
1. Starke Einschränkung des Rauchens in der Öffentlichkeit zum Schutz
der Passivraucher und damit Kinder nicht damit aufwachsen, das Rauchen die Norm
ist (die beste Tabakwerbung!).
2. Werbeverbot, insbesondere an Orten, wo vor allem Jugendliche verkehren
3. Starke Preiserhöhung nach dem Verursacherprinzip. (Raucher zahlen
heute einen Sechstel ihrer Kosten).
Darin sind sich die Fachleute einig, dennoch wird nicht erfolgversprechendes
angepackt.
Leider hat die milliardenschwere Tabaklobby bis heute sehr erfolgreich dagegen
gekämpft dass diese Punkte angepackt werden. Einerseits durch politisches
Lobbying aber auch durch "Zusammenarbeit" mit dem Wirteverband, während
sie die Präventionskampagne des Bundes nicht bekämpft (warum wohl?).
Nun da Werbeverbote diskutiert werden, schreit die Werbebranche lauthals "Zensur".
Wer da wohl die Fäden zieht?

Einmal Raucher immer Raucher: 3% schaffen den Ausstieg, 58 % geben zu, es
zu versuchen.
Nichtraucherschutz Schweiz.
Wir wollen zusammen die Rechte der Nichtraucher und Passivraucher ausbauen.